3. Platz beim Turnier in Little Lakers Cup in Lütjensee

Am 11. Februar haben unsere Schüler-Spieler Hugo, Markus, Phillip, Luke, Braima, Keanu, Josh, Oskar und Alex die Roadrunners beim Little Lakers Cup in Lütjensee vertreten. Dort spielten insgesamt 8 Mannschaften aus dem Norden Deutschlands: u.a. die Lütjensee Lakers (9malige Titelverteidiger des Turniers), die Berlin Rams (die aber mit einer Mannschaft antraten, die teilweise mit Spielern der Auswahl aufgefüllt war), einem Auswahlteam des Nordens, den Hamburg Stealers und z.B. den Kiel Seahawks, einem Team mit nur Mädchen (und der besten Spieleinstimmung vor jedem Spiel). Es sollte spannend werden.

Dieser Schreiber musste um 6 Uhr aufstehen. Frühstück gab es keins, die Tasche für unseren Spieler war bereits gepackt. Wir duschten nur und putzten Zähne, dann ging es runter zum Auto. Losgefahren sind wir um 6:25 Uhr, im Dunkeln, denn um 7 Uhr wollte sich das Team auf dem Rastplatz Linumer Bruch zum Frühstück treffen. Das klappte auch und so frühstückten wir gemeinsam, während draussen auf den schneebedeckten Feldern die Sonne aufging. Nach Rührei, Muffins und Kakao fuhren wir weiter und kamen gegen 9:30 Uhr in der Lütjenseer Halle an.

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Erste Taktik-Besprechungen beim Frühstück auf der Autobahn-Raststätte

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Einzug der Gladiatoren vor dem Turnier

Überraschenderweise waren die beiden Spielfelder viel kleiner als in Berlin und auch die Regeln für mehr Fairness und Action abgewandelt. Sliden war komplett verboten, alle durften schlagen, auch wenn nur 8 Feldspieler erlaubt waren. Bereits beim Wurf zum Catcher hatten die Runner stehen zu bleiben, wir nannten das die Rams-Regel, weil die Rams immer aggressiv auf den Bases unterwegs sind. Hier ging es aber nicht um aggressives Scoren, sondern um ausgeglichene Action. So konnte die führende Mannschaft nur 5 Runs scoren, aber die zurückliegende Mannschaft soviele Runs, bis sie selber maximal 5 Runs in Front lag.

Es gab in der Halle genügend Sitzmöglichkeiten und in der zweiten Etage auch ein Restaurant, wo es für die Eltern Kaffee und für die Kinder Pommes gab. Es war wirklich eine rundum gelungene Organisation festzustellen. Lob an die Lakers: wir kommen gerne wieder!

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Wenn man genau hinschaut, erkannt man auch das Fachpublikum

Zu den Spielen:

Unser erstes Spiel war gegen die Bremen Dockers, die wir bereits von den Deutschen Schüler-Meisterschaften 2015 in Ratingen kennen. Die Dockers gingen 9:0 in Führung. Wir Eltern waren bereits überzeugt, mal wieder im ersten Spiel eine Niederlage zu erleben. Unter den Spielern gab es einige, die sich auswechseln lassen wollten, so hörte man später (auswechseln ging ohnehin vom Feld auf die Bank, schlagen mussten immer alle mitgereisten Spieler). Aber dann ging ein Ruck durchs Team, der erste Run kam rein und unsere Spieler zeigten aggressive Defense und schlugen auf einmal richtig gut. Wir gewannen 14:9. Im zweiten Spiel waren die oben genannten Kiel Seahawks unsere Gegner - ein Team nur aus Mädchen bestehend, bis auf drei auch sehr jung. Wir gewannen 13:3 und waren damit in der Zwischenrunde für die vorderen Plätze.

Im letzten Spiel der Vorrunde trafen wir auf den Gastgeber, die Lütjensee Lakers. Das war das defensivste Spiel des Turniers. Lütjensee gewann aufgrund zweier Home Runs. Wir erzielten nur einen Punkt, aber es war auch wie verhext - immer schlugen wir auf die Fielder, so dass die Leadrunner immer erwischt wurden. Ein oder zwei Baserunning-Fehler kosteten uns in diesem knappen Spiel das Unentschieden (das möglich gewesen wäre laut Regeln). Da dieses Ergebnis mit in die Zwischenrunde genommen wurde, bedeutete im Nachhinein diese Niederlage auch, dass statt uns die Lakers ins Finale kamen.

Wir schlossen die Vorrunde mit 2 Siegen und 1 Niederlage bei 28:14 Runs ab.

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Anweisungen kurz vor einem Spiel

In der Zwischenrunde spielten wir zuerst gegen die Hamburg Stealers, die wir mit 15:5 abfertigten. Das fehlende Glück beim Schlagen, das wir gegen die Lakers hatten, war wieder zurück. Das mittlere Spiel wurde aus der Vorrunde übernommen und war bei uns die 1:2-Niederlage gegen die Lakers.

Im letzten Spiel trafen wir auf die Berlin Rams, ein Spiel, das beide Teams sehr, sehr ernst nahmen. Die Rams gingen in Führung mit 3 Runs. Wir erzielten 1 Run, dann waren wieder die Rams am Zug und packten noch 2 Runs drauf. Wir kamen wieder zurück und erzielten in den nächsten beiden Innings 4 Runs. Auf einmal stand es 5:5. Beide Teams wollten gewinnen und schlugen harte Bälle, aber die Verteidigung war gut drauf. Die Lakers hoben das Spiel in ihrem Turnierbericht als das beste Spiel des Turniers hervor, und ich kann nur zustimmen. Das war ein intensives Spiel, das auch der Gegner sehr ernst nahm (und dort spielen ältere und größere Spieler als bei uns, und einige von ihnen sind in der Berliner und sogar erweiterten Nationalmannschafts-Auswahl). Sie nahmen das Spiel so ernst, dass sie in ihre Würfe zur 1B oft so viel Power rein legten, dass sie dort ca. 6x das Aus nicht machten, was uns letzten Endes im Spiel hielt. Großer Kampf gegen einen sehr guten Gegner - und am Ende kein Sieger.

In der Zwischenrunde landeten wir mit 1 Sieg, 1 Unentschieden und 1 Niederlage (aus der Vorrunde) auf dem 3. Platz und spielten somit in Kleinen Finale. Das fand wieder gegen die Hamburg Stealers statt und dieses Mal gewannen wir 11:5. Wir sind also Dritte geworden und erzielten insgesamt 60:31 Runs (nach dem 0:9-Zwischenstand im 1. Spiel also 60:22 Runs, wenn man das so sehen will). 

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Das Team und seine beiden Coaches

Besondere Ereignisse: Wir hatten ein paar Home Runs, u.a. Phillip und Keanu. Braima machte einen Runner an Home aus. Alex' Würfe von 3B zu 1B waren so scharf, dass sie anderen Trainern auffielen und Philipp einmal, trotz Blickkontakt zu Alex, die Hand nicht schnell genug hochbekam. Luke und Hugo spielten wunderbare Defense im Middle Infield. Josh schlug mehr Doubles als er Finger hat. Oskar spielte einen guten Catcher, taggte Runner an Home aus und war gut im Schlagen und besonders aufmerksam beim Baserunning. Wir haben insgesamt eine wirklich überzeugende Leistung abgeliefert - Danke, dass wir zuschauen durften, wenn Profis am Werk sind.

Wir sind mit unserem Dritten Platz sehr zufrieden. Die Altersbestimmungen im Turnier erlaubten auch den Start von Jugendspielern, die wir nicht dabei hatten (viele andere Teams schon). Wir waren eins der kleinsten Teams und haben trotzdem mitgespielt. Die Sieger, die Berlin Rams, konnten uns nicht schlagen. Die Lakers hatten auch ihre Mühe.

>> Bericht aus Lütjensee

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