Zuhause gegen die Sluggers (11.6.16)

Am 11. Juni 2016 hatten wir die Sluggers zu Gast. Das Hinspiel ging deutlich verloren. Unsere Mannschaft hat gerade keinen guten Lauf. Die Sonne hatte ein Einsehen und tat alles, damit wir gute Laune kriegen konnten. So sah das Roadrunners Stadium aus, als ich das erste Mal auf den Platz ging:

2016 06 11 Panorama

Es ging los mit dem Aufwärmen, auch im Feld (der Trainer des Gegners hat sich entweder selber als Maskottchen am Gäste-Dugout aufgehangen oder jubelt bereits vor dem Spiel, weil er so gerne im Roadrunners Stadium ist):

2016 06 11 Warmup

Auch der Starting Pitcher Hugo und unser neuer Catcher Alex machten sich warm (unser normaler Catcher, Henri, verletzte sich am Morgen des Spieltags mit einer Platzwunde beim Versuch, eine Thunfischdose zu öffnen, so hörten wir. Bis auf Henris Kopfhaut kam niemand zu Schaden, der Thunfisch entkam sogar. Was lernt man daraus? Nicht alles, was hier steht, ist wahr... ach, und: Alex war unser Catcher am Samstag).

2016 06 11 Pitching Battery Warmup

Die große Person am Rande ist übrigens Andreas, ein Co-Coach wie dieser Schreiber, oder anders gesagt: ein Vater eines Spielers. Im Unterschied zu mir hat Andreas aber wirklich Ahnung, also sollten unsere Spieler mehr auf ihn als auf mich hören. Nach meiner und Andreas' Beobachtung gehen die Spieler aber auf Nummer sicher und hören auf keinen von uns beiden.

Alex und Hugo waren warm, die anderen auch alle. Es konnte losgehen. So sieht es aus, wenn Hugo pitcht:

2016 06 11 Hugo pitcht

Hier sieht man beide, Hugo und Alex, auf einen Blick:

2016 06 11 Pitch flies

Das ist dann die Meinung von Alex dazu, wenn er nach einem Inning ins Dugout darf, sich kurz mal die Beine vertreten:

2016 06 11 Alex als Catcher

Nein, ganz ehrlich: Hugo und Alex in einer Battery, das sah gut aus. Beide haben am Wochenende zuvor, nach dem Flamingos-Auswärtsspiel, viel geübt im Garten der Eltern. Man sah, dass sie aneinander gewöhnt waren. Übrigens eine gute Idee für alle Spieler und Eltern: sich miteinander verabreden und die Eltern quatschen (und Grillzeugs auf dem Grill aufschichten) lassen und die Spieler werfen sich Bälle zu. Geht stundenlang, niemand stört die anderen, und am Ende lohnt es sich für alle.

Im Dugout war die Stimmung auch ganz gut:

2016 06 11 Dugout

Es ist wichtig, dass wir viele Spieler haben. Wir brauchen mehr als 9 Spieler auf dem Feld, sonst ist das Dugout so leer. Wir brauchen gute Laune im Dugout, wir brauchen aktive Ersatzspieler, die sich im Training mit ihrem Einsatzwillen anbieten. Ach, und habe ich schon gesagt, dass tägliches Üben mit Ball und Handschuh, z.B. wenn sich eure Eltern zum Grillen miteinander treffen, auch was bringt?

Hier mal ein intimerer Blick ins Dugout: Luis und Jonas sind am Sortieren der Trinkwasservorräte, Henri trauert gar nicht mehr, dass der Thunfisch entkam. Neben ihm sitzt Simon, der seit letztem Jahr nicht mehr spielt, aber in letzter Zeit oft bei Spielen im Dugout sitzt. Und ganz hinten sitzt Jannek und überlegt gerade, wie viele Hamburger er mit zwei Händen halten kann, ohne dass ihm Fett auf die Hose kleckert.

2016 06 11 Dugout 2

Achso, gespielt wurde auch noch. Ein bisschen zumindest. Philip beispielweise macht sich so seine Gedanken, was er mit dem Ball und dem Schläger anstellen will. Das ist zwar nicht das aktivste Warmschwingen, das man auf der nördlichen Hemisphäre beobachten kann, aber in der Ruhe liegt die Kraft, oder? Warm war es ja, warum also schwingen beim Warmschwingen?

2016 06 11 Philip on deck

Andere machen das auch so, dieses kontemplative Warmschlagen:

2016 06 11 On deck 2

Das scheint also wirklich gut zu klappen. Hinstellen, den Schläger auf die Schulter legen, gespannt irgendwo hin schauen. Wichtig ist: nicht bewegen, auch auf gar keinen Fall lächeln. So trainieren wir das! Und Training kommt von Träne, nicht von Lachen! Jawoll!

Irgendwann war es dann vorbei. Den Score habe ich vergessen und der ist auch nicht wichtig. Die Sluggers wollen immer nur gewinnen und das tun sie auch. Aber das ist langweilig! Wer will schon gewinnen? Als wenn das alles wäre? Es kommt darauf an, die Dinge richtig zu machen. Elegant dabei auszusehen. Spaß zu haben. Und darin, liebe Freunde, sind wir alle, Spieler und Eltern und Catering und Trainer und wer da sonst noch rumkrebst, wirklich gut: wir sehen elegant aus, wir haben Spaß, wir machen die Dinge richtig. Und irgendwann werden die Baseballgötter das auch sehen und uns belohnen. Mit einem Sieg gegen die Sluggers oder so.

Bis dahin aber erstmal Glückwunsch an die Gewinner:

2016 06 11 Abklatschen

Und als nächstes ab zum Catering:

2016 06 11 Catering

Wer sich übrigens fragt, wer dieser elegante Rucksackträger neben Philip ist, der seinen Rücken in die Kamera hält - das ist dieser Schreiberling, der es nun auch endlich mal in einen dieser Spielberichte geschafft hat! Yeah! Es war also doch ein grandioser Spieltag!

Das sahen auch die Trainer so, wie man hier sehen kann:

2016 06 11 Mannschaftsbesprechung

Wie ihr hoffentlich merkt im Laufe der Lektüre dieses fragwürdigen Spielberichts, ist eine Niederlage kein Beinbruch. Jedenfalls sollte das so sein. Wir haben unser Bestes gegeben und es hat nicht gereicht. Aber wir hatten Spaß, wir haben Hamburger gefuttert, wir haben das Dugout mit Seeds zugekleistert, wir haben gelacht (sogar Henri, wie man oben sehen kann). Waren wir fehlerfrei? Nein, aber wer ist das schon? Darum geht es auch nicht. Worum es geht, ist folgendes:

Wir haben Spaß am Baseball spielen.

Und der Rest ergibt sich dann von selbst. Yippppieeee!

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