Knapper Sieg gegen die Rams (24.4.16)

Zum dritten Spiel der Saison erwarteten wir die Rams. Wir hatten Respekt: im letzten Jahr wurden wir mit einem Abschlussergebnis von 13:1 Siegen Berliner Meister, aber die Rams waren das einzige Team, das uns besiegte, und kamen selber auf 13:1 Siege. Wir waren nur durch das bessere Ergebnis in den Spielen gegeneinander vor ihnen. Da wir ja zehn Spieler an die Jugend abgegeben haben, erwarteten wir das Spiel gegen die Rams als ersten schweren Prüfstein der jungen Saison.

Das Wetter war nicht besonders nett: zwar blieb es trocken, aber das Thermometer kletterte gerade mal auf 9° Celsius. Warm wurde es nur, wenn die Sonne mal schien. Bei so kaltem Wetter ist es wichtig, dass die Spieler warme Unterkleidung anhaben (lange Shirts unter dem Trikot, lange Socken) und mindestens einen Roadrunners-Pullover drüber (besser noch eine zusätzliche Jacke). Auch wichtig: Batting Gloves! Denn an so kalten Tagen passiert es, dass der Schläger, wenn man ihn mit kalten Fingern nicht ganz fest packt, anfängt zu vibrieren, wenn er den Ball berührt. Man nennt das "Bienen im Bat", weil sich das Summen von den Fingern über die Handgelenke bis in die Ellenbogen fortsetzt und sehr schmerzvoll ist. Also, liebe Eltern, Batting Gloves helfen gegen sowas und sollten eigentlich immer dabei sein, aber auf jeden Fall bei solch kaltem Wetter! Beim Aufwärm-Schlagen im Cage klagte mehr als die Hälfte der Spieler über "Bienen im Bat"!

Als wir ankamen, lief das Spiel der Tee-Baller noch. Die Kulisse war anständig und sehr begeistert:

2016 04 25 Volle Ränge

Da die Tee-Baller leicht überzogen (sie spielten auch gegen die Rams, verloren aber leider mit 16:17), fing unser Team schon mal an, sich neben dem Platz zu erwärmen. Gerade bei so kaltem Wetter ist lockeres Aufwärmen wichtig. Alle Spieler waren bei der Sache:

2016 04 25 Aufwärmen

Unser Starting Pitcher war wieder Elon, gefolgt von Luke. Beide pitchten hervorragend, wurden aber auch von einer anfangs knallharten Defense unterstützt. In den ersten vier Innings erlaubten Elon, Luke und die Verteidigung den Rams nur 3 Runs, und einer davon kam bei einem fangbaren Fall weit draussen im Outfield, der dann zu einem Inside-the-Park-Homerun des Gegners wurde. Trotzdem: 3 wie auch immer erlaubte Runs in 4 Innings nehmen wir immer gerne.

2016 04 25 Blick aus dem Dugout

Unsere eigene Offense musste sich erst auf das zugegebenermaßen gute und mechanisch saubere Pitching der Gegner einstellen. Im ersten Inning erreichte erst unser dritter Batter, Henri, eine Base, kam dann aber aggressiv rum und scorte. Nach dem 1. Inning stand es 1:1. Im 2. Inning kriegten wir gar nichts auf die Reihe und lagen sogar 1:2 zurück.

2016 04 25 Blick aus dem Dugout 2

Dann aber ging es endlich los: Single, Single, Walk, Single und dann kam Alex' großer Auftritt. Ein Hit, der zwischen First Base und der Linie durch ging und bis an den Zaun rollte, führte zu einem Triple für Alex. Insgesamt erzielten die Roadrunners 4 Runs und gingen mit 5:2 in Führung. Im 4. Inning führten 4 Walks und 3 Strikeouts, verbunden mit aggressivem Baserunning, zu drei weiteren Runs. Die Führung vor dem 5. Inning lautete 8:3.

Im 5. Inning mussten wir wieder die Pitcher wechseln und setzen erst auf Braima, dann auf Philip. Beide sahen so aus, als ob sie nicht mit vollem Schwung wurfen.

Der wahrscheinliche Grund dafür ist folgender: stellt euch vor, ihr steht da in knapp 15m Entfernung von der Homeplate und euer Auftrag lautet, VOLLE KANNE in den Handschuh des Catchers zu werfen. Man verlangt von euch, alles drumherum auszublenden und nur so stark wie möglich zu werfen. Ihr seht neben der Plate ein anderes Kind stehen. Ihr wollt bloss nicht dieses Kind treffen. Also denkt ihr über den besten Schnitt von Stärke und Genauigkeit nach - und schon schreien die Coaches Tipps von der Bank, ihr sollt härter werfen! Elon und Luke haben das schon so oft gemacht, dass sie darüber nicht mehr nachdenken. Aber unsere neuen Pitcher tun es vielleicht (oder aber sie denken an die Burger, die sie nach dem Spiel essen wollen oder was weiß ich). Wir brauchen so viele Pitcher wie möglich, und deswegen müssen wir Geduld haben und unsere Pitcher pitchen lassen. 

Die Rams jedenfalls erzielten 5 Punkte und so stand es 8:8, bevor wir zum letzten Mal am Schlag waren. Das lief dann ungefähr so ab, wie es Coach Sven zusammengefasst hat: Ein Hit by Pitch, ein Walk, ein Wild Pitch und ein harter Hit durch die Mitte und es ist vollbracht. Der harte Hit durch die Mitte traf den Fuss des gegnerischen Pitchers, der den Ball mit dem Fuss stoppen wollte. Es tat weh und wir hoffen, dass es ihm mittlerweile wieder gut geht. Endstand 9:8 für die Roadrunners!

2016 04 25 Gewonnen

So wie wir so viele Pitcher wie möglich brauchen, um erfolgreich durch die Saison zu kommen, so sehr brauchen wir auch eine gute und volle Ersatzbank. Nicht zu allen Spielen werden immer alle erscheinen, und manchmal werden wir auch mit Verletzungen (so wie Joshua gestern) oder (gerade nach so einem Spiel wie gestern) mit Erkältungen zu kämpfen haben. Die Bank ist wichtig. Danke also an Jonas, Luis, Joshua, Theodor und Jannek, die gestern auf der Bank saßen. Wir brauchen euch und eure Spieleinsätze werden schon noch kommen.

Danke an alle Beteiligten gestern: den Gegner (für ein spannendes Spiel), die Eltern des Gegners (für die gute, lautstarke Kulisse), unser Nummerngirl und die Ground Crew, unser Team mit allen Spielern, unsere Trainer und natürlich, unser Catering:

2016 04 25 Catering

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