Bei den Flamingos (4.6.16)

Am 4. Juni sind wir für unser 7. Spiel in dieser Saison nach Frohnau gefahren, zu den dortigen Flamingos. Mit diesem Team verbindet uns einiges, z.B. unser Spieler Oskar, der mal dort spielte (und sein Vater tut es immer noch). Beide Vereine führen im Logo sowas wie einen Vogel - die Flamingos den Flamingo halt, die Roadrunners diesen Comic-Laufvogel. Unsere Fun-Softball-Slowpitch-Teams trainieren oft gemeinsam. Und wir sind die Teams im Norden von Berlin, die meisten anderen Teams sind eher südlich in unserer schönen Gemeinde zu finden (die Roadrunners sind auch das einzige Team im Ostteil der Hauptstadt).

Das Wetter war grandios, mit 29° Celsius schon fast zu warm. Irgendeine Großveranstaltung lief in der Nähe, was dramatische Auswirkungen auf das Parkplatz-Angebot hatte, dass die ihre Kinder zum Spiel fahrenden Eltern vorfanden. Man stelle sich das vor: Samstag früh aufstehen, unser Zentralgestirn macht Druck und nirgendswo Parkplätze. Dafür waren wir alle ziemlich frustfrei, fand ich. Das sieht man auch den Kindern im Dugout an:

2016 06 04 Flamingos

Leider ging das Spiel verloren, und zwar mit 3:8. Trotzdem war es ein gutes und lange Zeit offenes Spiel. Schauen wir uns mal die Pitching Lines beider Teams an:

Roadrunners: 4 Innings pitched, 3 Hits, 6 Strikeouts, 11 BB (Base on Balls) sowie 1 Hit-by-Pitch

Flamingos: 5 Innings pitched, 2 Hits, 10 Strikeouts, 5 BB (Base on Balls) sowie 1 Hit-by-Pitch

Das macht also in den 4 Innings, die wir gepitcht haben, 15 Baserunner (also fast 4 Baserunner pro Inning). Wenn die Flamingos gepitcht haben, gab es insgesamt 8 Baserunner (also 1,6 pro Inning). Dieser Unterschied macht dann auch klar, warum wir das Spiel verloren haben.

Wir geben beim Pitchen zuviele Bases umsonst ab (11 Walks, 1 HBP macht 3 Baserunner umsonst pro Inning). Und wir selber striken viel zu leicht aus, in diesem Spiel 10mal in 5 Innings, macht also 2 Strikeouts pro Inning. Unsere Pitcher waren etwas wild (daher auch die vielen Wild Pitches und Passed Balls, die unseren Catcher immer wieder zum Backstop führten). Unsere Hitter sind zu aggressiv und haben die Strikezone nicht richtig unter Kontrolle.

Die Pitcher dazu zu bringen, die Strikezone öfter zu treffen, ist das schwierigere Problem. Das erfordert viel Training und ständiges Üben. Die Hitter geduldiger zu machen, ist auch nicht gerade leicht und erfordert auch viel Übung. Allerdings hilft da vielleicht diese Erkenntnis:

Der wichtigste Pitch ist der nächste.

Am Samstag konnte man beobachten, dass einige unserer Spieler nach ihrem ersten Strikeout leicht frustriert waren und dann beim nächsten At-Bat versucht haben, noch mehr zu machen und das nächste Strikeout einfingen. Vergesst das letzte Strikeout, es ist nicht wichtig. Der wichtigste Pitch ist der nächste, nicht der letzte. Geht locker ans nächste At-Bat, versucht nicht, mit einem Schlag die Welt zu retten. Seid entspannt und macht einfach das, was ihr im Batting Cage alle ganz locker hinkriegt: schlagt den Schnodder aus dem Ball raus!

Und das sieht dann so aus:

2016 06 04 Flamingos Luke Hit

Es war trotzdem ein gutes Spiel. Es hat Spaß gemacht, zuzuschauen. Danke ans Team für diesen unterhaltsamen Nachmittag!

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