Deutsche Meisterschaft der Schüler 2015

Als Baseball-Meister für Berlin/Brandenburg des Jahres 2015 war unser Team für die Deutsche Meisterschaft der Schüler im Baseball qualifiziert. Auf Vereins- und auf Elternebene war schnell klar, dass wir da teilnehmen wollten. Ein Elternabend fand statt, auf dem die Eckdaten besprochen wurden (Bus oder Zug, welche Unterkunft, was wird es kosten etc.). Am Freitag, 18. September brachen wir auf:

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Das Team fuhr in zwei Bussen. Insgesamt ca. 15 Eltern fuhren mit vielen Autos und Zügen hinterher. Wir hatten 14 Spieler im Gepäck, dazu Koffer, Schläger, Helme, Bälle, Fahnen, Verpflegung, Handschuhe, Spielkleidung und noch viel mehr. Nach  ca. 7 Stunden kam das Team in der Jugendherberge an:

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In der ersten Nacht war die Stimmung hoch. Das Team kam bis ca. 2 Uhr nicht richtig zur Ruhe. Am nächsten Tag waren alle müde. Dazu kam das ungewohnte Spielen vor einer Kulisse von bis zu 100 Leuten sowie der Druck, den sich alle aufluden, hier bloss nix verkehrt zu machen. Das erste Inning im ersten Spiel begann mit drei Errors bei drei Fly-Bällen, die dann zu 12 Runs führten, bevor wir selber mit Schlagen dran waren. Ich persönlich kann sagen, dass ich unser Team so noch nicht habe spielen sehen - dies waren Gegner, die zurück schlugen und wir würden nur gewinnen können, wenn wir konzentriert, wach und entspannt sein würden.

Auch das zweite Spiel ging verloren, allerdings deutlich knapper. In beiden Spielen am ersten Tag hatten wir sichtliche Schwierigkeiten, den Ball in die Strikezone zu werfen. Beim Schlagen waren wir allerdings aggressiv und gewohnt stark.

Die Bedingungen vor Ort bei den Ratingen Goose-Necks waren ideal: zwei Plätze, mehrere Batting Cages und Warm-up-Bereiche. Dazu ein riesiges Zelt fürs Team-Essen mit für diese Mengen außergewöhnlich gut schmeckendem Catering. Für jedes Team ein Zelt für die Sachen und das Equipment. Verschiedene Essens- und Souvenirverkaufsstände, bei denen am Ende gefühlt jedes Kind einen neon-grün-gelben Kapuzenpulli kaufte, der von der Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften zeugte. Aber das Beste war das Wetter: zwar durchgehend bewölkt, aber eigentlich immer trocken.

Nach dem ersten Tag ging es zurück in die Jugendherberge, wo es Pizza gab und kurz vor dem Schlafengehen viel über die Einstellung gesprochen wurde. Ins Finale würden wir nicht kommen, so viel stand fest. Aber wir wollten wenigstens einmal gewinnen. Damit das klappt, wurde morgens auf dem Platz als Erstes die gute Stimmung des Meister-Teams beschworen:

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Im ersten Spiel des zweiten Tages fingen wir an, uns mal richtig zu wehren. Die Führung ging hin und her, am Ende führten wir mit 12:7, verloren aber 12:13 im wohl längsten Spiel des Turniers. Man sah unseren Spielern an, wie lang das Spiel war.

Am Ende spielten wir also um Platz 7, und zwar gegen die Hausherren. Und endlich waren wir wach und spielten so, wie wir es aus Berlin kennen: mit Selbstvertrauen, ohne Druck und mit viel Spaß an der Sache! Wir gingen schnell in Führung. Jean pitchte das ganze Spiel. Wir gewannen mit 8:3 und sind somit 7. bei den Deutschen Meisterschaften geworden.

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Den Trainern und dem Team hat es Spaß gemacht. Da viele Spieler zur Jugend hochgehen, müssen wir schauen, ob wir bei den Schülern oder der Jugend nochmal Berliner Meister werden können. Falls ja, so wollen wir dann auch zur Deutschen Meisterschaft, glaube ich. Die Reise hat sich für alle gelohnt.

 

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